Schäfereien retten!




Die Schäfereien - insbesondere die Berufsschäfereien sind in ihrer Existenz bedroht. Zwischen 2010 und 2016 haben 13% der Betriebe aufgegeben! Der Ertrag aus Landschaftspflegeaufträgen und Verkauf der Schlachtlämmer deckt nicht die Kosten. Von der Wolle wollen wir mal gar nicht anfangen. Grünlandprämien der EU, die eigentlich für den Bewirtschafter gedacht sind, kommen bei den Schäfern oft nicht an. Die Pflege unserer Kulturlandschaft ist jedoch ohne Schafe nicht denkbar: Naturschutzflächen würden/werden verbuschen. Lüneburger Heide, Schwäbische Alm, Rhön werden nicht mehr das sein, was sie mal waren. Und sie werden nicht mehr so artenreich sein wie sie es(noch) sind. Die Förderung der Schäfer durch eine Weidetierprämie wäre hier eine Lösung. Zur Zeit läuft eine Petition für die Weidetierprämie, am 12.4.2018 wurde der Zwischenstand mit 120.000 Unterschriften an 12 Landtagen übergeben. Abgeordnete, Staatssekretäre und sogar Minister haben die Schäfer empfangen, auch die Presse ist vor Ort gewesen.
mehr über die Weidetierprämie: Bundesverband Berufsschäfer
zur Petition, die noch bis Ende April läuft: Weidetierprämie
Foto: ich bin zur Übergabe des Zwischenstandes zum Landtag nach Hannover gefahren und war dabei!

Was hier so drumherum passiert:

Drumherum dreht sich in immer engeren Kreisen um die Schafe und ihre Wolle. Das steht dann auf einer der anderen Seiten, wenn ich auch zugeben muss, dass die Aktualisierungen in letzter Zeit häufiger hätten sein können.
Drumherum habe ich zum Beispiel driftwool kennengelernt und bunte schafe und das dazugehörende Buch von Irina Böhme und Saskia Dittgen "Bunte Schafe" gelesen, das ein spannende (und gut verständliche) Einführung in die Genetik der Wollfarben von Schafen gibt. Dabei habe ich gelernt, das pommernfarbene Schafe etwas ganz besonderes sind, und sich diese Farbgebung noch nicht erklären lässt.
Das Buch von Gunhild Kun über ihre Dissertation zu der Wolle von Skudden und Pommern habe ich ebenso gelesen, wie die Dissertation von Herrn Gaede (die findet man auf der Seite der IG-Pommernschafe) - viel Theorie zu den Pommernschafen!
Die eigenen Kleiderschränke (und die der Familie) werden mit Pommernpullovern aufgefüllt- dank Strickmaschine. Inzwischen landet auch mal was anderes als Pommerngarn auf den Nadeln (aber nur ausnahmsweise).

Wanderung Naturschutzgebiet "Tiefe Sohle" hinter Goldbeck


Im Mai waren wir mit Freunden in den Goldbecker Feuchtwiesen und Trockenhängen Wandern. Die durch Lehmabbau entstandenen Landschaft hat eine einzigartige Flora und Fauna entwickelt, zu deren Schutz die Wege nicht verlassen werden dürfen. Der Genuss über den Weitblick ins Lippische Bergland wechselt sich mit den kleinen Sehenswürdigkeiten am Wegesrand. mehr Bilder onklick.

unsere bunten



  • Bilder vom Hütetraining

    Eichelhäher

    unter dem Menüpunkt Hüten, ein paar neue Bilder vom November 2016. November2016

  • Weberkarde

    ein ganz besonderes Element auf der Lieblingswiese sind die Weberkarden, Dipsacus sativus, gewesen. Zahlreich vertreten und alle Wochen anders aber immer wunderschön. Die Weberkarde wurde früher tatsächlich zum Aufrauhen von Kammgarn genutzt - ein gewebter Wollstoff, der nach dem Walken "gebürstet" wird. Zu sehen ist dies noch im LVR Industriemuseum, Tuchfabrik Müller in Kuchenheim. Da ein Bild nicht reicht, ganz viele Bilder bei klick aufs Bild!