Körung MV auf Ummanz 2017

Siegerbock

Die Körung der Rauhwolligen Pommerschen Landschafe Mecklenburg Vorpommerns fand in diesem Jahr erstmalig auf Ummanz statt.
Es wurden 14 Jährlingsböcke und 9 weibliche Jährlinge vorgestellt. Einer der Jährlingsböcke war altersgemäß zu knapp entwickelt, woraufhin die Körkommission entschied, ihn nicht zu kören.
von den 13 verbleibenden wurden 11 in Wertklasse 1 eingestuft, 2 Jährlingsböcke wurden lediglich für Wertklasse 2 befunden.
Hier sieht man den späteren Siegerbock aus der Zucht der "Naturnahen Landschaftspflege" in Boldekow mittig, umrahmt von den beiden Böcken des langjährigen Pommernzüchters Manfred Schmidt aus Putbus/Rügen.

  • Westphal-Böcke



    Im Vordergrund 2 Böcke der Schäferei Westphal im Mönchgut auf der Insel Rügen, wo mit den Pommern auf professionelle Art, Landschaftpflege auf einem Extremstandort betrieben wird.

  • Linie 2 Westphal

    Der Linie 2 Bock aus der Zucht Westphal machte den Anfang, der hätte in mein Beuteschema gepasst, wenn ich nicht vorab schon einen anderen Vertreter der Linie 2 an Land gezogen hätte...

  • Schmidt-Bock

    Die Körkommission, bestehend aus Dorit Hager und Mathis Herrmann, hatte es dieses Jahr nicht leicht. Zum einen waren durch den frühen Körungstermin einige Böcke etwas leicht und noch deutlich in der Entwicklung, zum anderen waren die Schurtermine alles andere als übereinstimmend, sodass es ausgesprochen schwer war, hier eine gerechte Bewertung vorzunehmen.
    Der Züchter Manfred Schmidt hatte erst kurz zuvor geschoren, und hatte die Vliese seiner Tiere mitgebracht, damit anhand dieser, die Wolle überhaupt bewertet werden konnte, das war auf jeden Fall eine gute Idee!

  • Bock-E.N.Albrecht

    Hier ein Linie 5 Bock von Eike Nils Albrecht aus Renz/Rügen

  • Bock-Renato

    Der Linie 3 Bock von Renato Mann wusste zwar von seiner Wolle her sehr zu gefallen und wurde hierfür mit 8 bewertet, aber da er lediglich 42 kg auf die Waage brachte, war die Note für´s Exterieur eine 6, was ihn in die Wertklasse 2 katapultierte.
    Dies sorgte im Anschluss der Versteigerung für Gesprächsstoff, denn es stellte sich heraus, dass nicht nur ich der Meinung war, dass dieser Bock Entwicklungspotential besitzt, und meine anfänglichen Gebote wurden immer wieder überboten, sodass dieses Leichtgewicht für 475 € nach Brandenburg ging...
    Kritik an der Körkommission ist aber in keinster Weise angebracht denn bei der Körung bewertet man den Status quo und nicht das was sein könnte wenn....

  • im Ring


    Und dann stiegen die 4 besten in den Ring, um den Tagessieger ausfindig zu machen.
    Der spätere Siegerbock aus der Linie 4, sowie 3 Böcke von Familie Glamann aus Waren/Müritz aus den Linien 7, 6 und 1. Glamann´s Katalog Nr 13 aus der Linie 1 wurde dann zum Wollsieger ernannt, Gratulation!

  • die beiden besten





    Schwierige Entscheidung, welcher dieser beiden Böcke die Nummer 1 ist!

  • Siegerbock

    Das was die Störche können, kann Dorit Hager auch - auf einem Bein stehen!
    aber zurück zum Thema...
    Der würdige Siegerbock aus Boldekow wird hier von Experten aus Brandenburg bestaunt. Die Wollnote 8 und die Höchstnote 9 für´s Exterieur wurden ihm zuteil.
    Gratulation für diese "Wiederholungstat" der Züchterin. Erwähnenswert ist noch, dass der Vater dieses Bockes ein gewisser Hinrich aus der Zucht eines kleinen stämmigen Pommernzüchters aus dem schönen Ort Rinteln ist.

  • Wollsüchtige aus der Region



    Als alles vorüber war, entdeckte ich den Stand von einigen Wollsüchtigen Damen aus der Region, die sich der Pommernwolle verschrieben haben - gut so, denn ihre Ergebnisse können sich sehen lassen.

  • Flockarti mit Pommernwolle



    Mithilfe eine Webrahmens wurde ein interessanter Teppich - einem Flockarti ähnelnd - hergestellt. Dazu wurde die Wolle direkt aus dem Vlies.....

  • geht ganz einfach



    .....eingearbeitet, sodass ich mich zu der gewagten Behauptung verstieg, dass ich das wohl selber auch hinkriegen müsste.
    Zum Glück hat mich keine der Damen beim Wort genommen, aber es war ein interessantes Gespräch und es scheint mir eine nachahmenswerte Methode, Pommernwolle auch von weniger filigranen Händen zu sinnvollen Gebrauchsartikeln zu verarbeiten.