Bundesschau 2014 auf der "Grünen Woche"

Bundeswollsieger

Im Rahmen der Internationalen Grünen Woche in Berlin, findet alle 4 Jahre die Bundesschau der Land- und Küstenschafe statt.
Wir nahmen erstmalig an diesem Event teil, wobei alle 4 Tiere (1 Bock, 3 Mutterschafe) aus unserer eigenen Zucht stammen.
15 Züchter des Rauhwolligen Pommerschen Landschafes hatte Tiere angemeldet, 2 davon mussten kurzfristig absagen. Letztendlich standen 15 Pommern-Böcke und 45 Mutterschafe dieser wertvollen Nutztierrasse in Konkurrenz.
Unser Bock Aloisius NS-HR-11036672 wurde zum Bundeswollsieger ernannt. Den Züchter freuts, und es scheint sich auszuzahlen, dass bei der Selektion der Zuchtlämmer, und natürlich auch beim Ankauf neuer Zuchtböcke, auf die Qualität der Wolle großes Augenmerk gelegt wird!.

  • üben



    Ab Anfang Januar wurde fast täglich geübt, schließlich sollten die Tiere ja leinenführig sein.
    Links sieht man Jolante NS-HR-11036685, rechts die hektisch Emilie NS-HR-11036694, die wider Erwarten, ohne Einnahme von Baldrian-Tropfen, von Tag zu Tag ruhiger wurde..

  • Wilhelmine + Adele

    Wilhelmine NS-HR-10701068(rechts) verkörpert von ihrer "Äußeren Erscheinung" mein persönliches Zuchtziel: so mittelrahmig wie ich es für sinnvoll halte, insgesamt etwas derber im Erscheinungsbild, einen geräumigen Brustkorb mit viel Platz für Pansen und Co., und dazu tadellose Fundamente!
    Die Wolle hat ausreichend Länge und Glanz, und ist hervorragend spinnfähig.
    Adele (links), war zwar für Berlin gemeldet, entwickelte aber im Laufe des Herbstes eine dunkle Mähne, und wurde deshalb nicht mitgenommen.

  • Begutachtung der Böcke



    Bei den Pommerschen Landschafen ging es mit den Böcken los.
    Es wurden jeweils fünfer-Gruppen gemeinsam gerichtet, die jeweiligen Sieger wurden dann später, zur Ermittlung der Bundessieger, verglichen.
    Bei den Küstenrassen und Nordischen Rassen bildeten Michow Schröder und Mathis Herrmann die Körkommission.
    Hier sieht man sie bei der Inaugenscheinnahme einer Gruppe Pommern-Böcke.

  • Wolle scheiteln



    Für die Beurteilung der Wolle, nahmen sich die Preisrichter die nötige Zeit.
    Im Hintergrund sieht man leere Zuschauerränge - Schafe sind halt doch keine Publikumsmagneten.
    Als dann die Pferde die Arena betraten, füllten sich die Plätze rasch.

  • Westphal



    Die Wartezeit konnte man gut zum Gedankenaustausch nutzen, wie hier die Züchter Westphal und Gloor.

  • im Pferch



    Die Schafe waren während der gesamten Zeit ausbruchsicher und bestens versorgt, untergebracht.
    Unser Schaf Emilie (rechts) wusste mit ihrer blau-grauen langen Wolle, sehr zu gefallen. Sie war eine der 5 Auserwählten, die zur Ermittlung des Wollsiegers, nochmal vorgeführt wurden.
    Letztendlich wurde sie dann doch von Aloisius ausgestochen, sie wird´s verschmerzen.
    Links ist Jolante mit ihrer eisgrauen (Originalton J. Westphal)langen Wolle, zu sehen.

  • Wilhelmine



    Wilhelmine (vorgeführt von unsrer Tochter Luise)landete in ihrer Gruppe auf Rang 2.
    Der ausgeprägte Stirnschopf wurde ihr angekreidet. Dass sie innerhalb des grau-blauen Vlieses vereinzelt dunkle Flecken hat, interpretierte die Körkommission wohlwollend, als Resultat von Verletzungen beim Scheren, dem ist aber nicht so.

  • Gruppensieger



    Jolante wurde Gruppensieger, und kam dann in der Endausscheidung mit den anderen Gruppensiegern auf Platz 3.
    Zur Belohnung gab´s ein Foto mit der Woll-Königin.

  • Glamann-Bock



    Hartmut Glamann aus Waren/Müritz war der große Gewinner bei den Rauhwolligen Pommerschen Landschafen, Gratulation!
    mit diesem Bock der Linie 3 wurde er Bundessieger bei den Pommernböcken, und sogar Regional-Champion von allen Rassen, das ist kaum noch steigerungsfähig!

  • Marienfeld-Siegertiere



    Hardy Marienfeld aus Blunk/Schleswig-Holstein, stellte sowohl bei den älteren, als auch bei den jüngeren Mutterschafen, den Bundessieger. Gratulation für diese Zuchterfolge!
    Im Vordergrund sieht man den Züchter mit seiner Frau und den beiden Siegertieren.

  • Aloisius-Fundamente



    Hier noch einmal unser Wollsieger Aloisius
    Er hat nicht nur in der Wolle Qualitäten, wenn ein Bundessieger für Fesselstabilität ermittelt würde, Aloisius wäre auf jeden Fall dabei!

  • alle Bundessieger



    Hier alle Bundessieger 2014 der Rasse Rauhwolliges Pommersches Landschaf, auf einen Blick

  • alle Sammlungen



    Hier gehen die erst- und zweitplatzierten Züchtersammlungen des RPL in Stellung, denn gleich findet die Siegerehrung statt
    Eine Züchtersammlung setzt sich generell aus einem Bock und zwei Mutterschafen zusammen. Wir landeten mit unserer Sammlung auf Platz 3 - war wohl nicht ausgeglichen genug.
    Jedenfalls ein herrliches Bild, wie sie da so stehen, in freudiger Erwartung. Gratulation an alle!

  • Sammlung-Turck



    Siegersammlung von Karl-Peter Turck aus Hückeswagen im schönen Bergischen Land, meiner alten Heimat

  • Züchtersammlung Marienfeld



    Siegersammlung von Hardy Marienfeld, hat ganz schön abgesahnt, der Bursche! Es sei ihm gegönnt.
    Er hat vor 30 Jahren mit Rauhwollern aus der Herde von Ewald Svensson begonnen zu züchten. Bei einigen Tieren sind andeutungsweise Voraugenflecken zu erkennen.

  • Sammlung Milgeta



    Reserve-Siegersammlung von Gunda Jung mit Tieren der Milgeta Agrar GmbH, wo sie als Schäfermeisterin arbeitet.
    Im Laufe der Bundesschau, stellten wir fest, dass wir identische Zuchtziele verfolgen.
    Da ist es dann nur logisch, dass Aloisius im August zu Gunda Jung nach Berkholz an der Oder umzieht, und im Gegenzug, ein Bock aus ihrer Herde ins Weserbergland kommt.

  • Sammlung Glamann



    Reserve-Siegersammlung von Hartmut Glamann.
    Seine stetig wachsende Herde habe ich noch nicht besichtigt, dass werde ich wohl bald nachholen.

  • Alles in allem, war es eine anstrengende, aber auch hochinteressante Veranstaltung. Die Landesschafzuchtverbände arbeiteten scheinbar gut zusammen, sowas kann man ja vorher schlecht üben! Als krönenden Abschluß, hatte die Messe-Leitung noch ein Fitness-Programm für uns Züchter parat:
    Mit Einstreu beladene Schubkarren mussten zuerst durch die engen Stallgassen manövriert werden, anschließend ging es im Slalom um (bloß nicht über!) die erstaunten Messebesucher herum, bis man dann im Freien, das Ziel, ein provisorischer Misthaufen, erreicht hatte.
    Aber alle nahmen´s mit Humor.
    Es wird sogar gemunkelt, dass sich die Fertigstellung des Flughafens jetzt noch mehr verzögert, weil 4 Schubkarren vom Flughafenbau, für die Tierzüchter auf der Grünen Woche entwendet wurden!